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19.03.2020 13:09

Warum Schichtarbeit einen Dauerjetlag verursacht

Warum Schichtarbeit einen Dauerjetlag verursacht

Schichtarbeit und der damit verbundene Dauer-Jetlag

Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Jetlag nur nach einem langen Aufenthalt in einer anderen Zeitzone entsteht. Richtig ist aber, dass auch die Schichtarbeit deine innere Uhr auf die Probe stellt. Ich erkläre dir hier, welche gesundheitlichen Folgen dieser unregelmäßige Lebensrhythmus mit sich bringt.


Inhaltsverzeichnis


Schichtarbeit bringt das innerliche Gleichgewicht zwischen Körper und Geist durcheinander

Wenn du dich schon mal mehrere Wochen in einer anderen Zeitzone aufgehalten hast, kennst du ihn - Mr. Jetlag. Jetlag ist der Prozess, den dein Körper durchläuft, wenn er sich an die neue Zeitzone anpasst. Da das meistens nicht so gut klappt, hat Mr. Jetlag wenig Freunde ;)

Die Nebenwirkungen des Jetlags sind unter anderem Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme und Müdigkeit. Dein Körper besitzt eine innere, biologische Uhr, den circadianen Rhythmus. Dieser regelt die Abläufe deines Körpers in einem 24-Stunden-Rhythmus. 

Du wirst um eine bestimmte Uhrzeit müde, weil dein Körper dafür sorgt, dass du das Hormon Melatonin ausschüttet. Durch die neue Zeitzone kommt dein circadianer Rhythmus aus dem Takt. Dadurch entstehen Schlafprobleme und alle daraus resultierenden Nebenwirkungen.

Leider ist es so, dass nicht nur Fernreisende Bekanntschaft mit Mr. Jetlag machen. Auch Schichtarbeiter bzw. Nachtarbeiter, die oft in Schichten rotieren, haben mit den Folgen eines unregelmäßigen Lebensrhythmus zu kämpfen. Dass dein soziales Umfeld unter deiner Schichtarbeit leidet, ist klar. Was weniger offensichtlich ist, ist die Belastung für deinen Körper und deinen Geist. Denn auch die Psyche kann, bei Menschen die Nachtarbeit leisten, stark leiden. 

Wenn du z.B von. 22:00 bis 06:00 Uhr eine Nachtschicht hast, muss dein Körper sich neu darauf einstellen zu schlafen, wenn alle wach sind und zu arbeiten, wenn alle schlafen. Da dein Körper aber sehr sensibel auf die äußeren Umstände reagiert, ist dies einfacher gesagt als getan. Tagsüber kann man einfach nicht so tief und fest schlafen, wie in der Nacht. Das hat mit den Hormonen Cortisol und Melatonin zu tun. In der ersten Tageshälfte (bei einem normalen Tagesablauf) schüttet der Körper Cortisol aus, um dich wach und aufmerksam zu machen. Gegen Ende der zweiten Hälfte des Tages wirst du dann ruhiger, entspannter und müder. Dies regelt dein Körper durch die vermehrte Ausschüttung von Melatonin. Diese beiden Fakten machen schon deutlich, warum die Arbeit in der Nachtschicht von Natur aus Probleme mit sich bringt. Vor allem, wenn dies in häufig wechselnden Schichten geschieht.

Hier gibt es noch ein weiteres Problem. Wenn du es geschafft hast, deine Nachtschicht unter der Woche zu bewältigen, kommt das Wochenende. Und wenn du nicht einsam und als Einsiedler leben willst, bist du dazu gezwungen deinen Tagesrhythmus wieder umzukehren, um am “normalen” Leben mit Freunden und Bekannten teilzunehmen.

Dieses ständige hin und her ist extrem anstrengend und häufig mit gesundheitlichen Folgen verbunden.

Dauer-Jetlag durch Schichtarbeit hat gefährliche Folgen

Dein Gehirn leidet unter der Schichtarbeit, da dein kompletter Körper aus dem natürlichen Gleichgewicht gerissen wird. Da du unregelmäßig und nicht mehr so tief schläfst, schwächst du dein Gedächtnis und bekommst Schwierigkeiten dich zu konzentrieren. Durch den Schlafmangel entstehen Konzentrationslücken. In der Regel bemerkst du diese Lücken nicht. Das ist ein Problem. Denn es ist z.B. extrem wichtig, dass eine Krankenschwester über die gesamte Dauer ihrer Schicht zu 100% mental belastbar ist und keine Aussetzer hat. Es gibt eine Studie, durchgeführt am Brigham and Women’s Hospital, in der es darum geht, die Risiken durch Nachtschichten zu analysieren (1). In 22 Jahren wurden fast 75.000 Krankenschwestern, die regelmäßig nachts arbeiten bezüglich ihrer körperlichen und mentalen Verfassung beobachtet.

Die Ergebnisse sind alarmierend! Krankenschwestern die fünf Jahre unregelmäßige Schichten hatten, hatten ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie konnte nachweisen, dass das Risiko vor allem durch den Wechsel zwischen Tag- und Nachtschichten entsteht. Der ständige Wechsel sorgt dafür, dass dein Körper in einem Dauer-Jetlag lebt. Deine Hormonausschüttung (Melatonin etc.) wird insbesondere durch den gestörten Schlafrhythmus beeinflusst. Neben dem Schlafhormon Melatonin wird aber auch die Bildung von Leptin beeinträchtigt. Leptin ist das Hormon, was unter anderem für dein Sättigungsgefühl zuständig ist. Die University of Chicago konnte in einer Studie nachweisen, dass Schichtarbeiter öfter an Übergewicht leiden, weil ihr Sättigungsgefühl aussetzt (2). Das Übergewicht begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Nachtarbeit ist häufig extrem anstrengend für Körper und Geist, so dass an Sport nach einer anstrengenden Schicht nicht mehr zu denken ist. All diese Faktoren sorgen in ihrer Kombination dafür, dass Menschen die in Schichten arbeiten ein schwächeres Immunsystem haben und dadurch häufiger krank werden. Wenn diese Faktoren über mehrere Jahre bestehen, kann es dazu führen, dass Krankheitsverläufe chronisch verlaufen. Dies konnte durch die Studie des Women’s Hospital belegt werden (1).

Bei allen in Nachtschicht arbeitenden Krankenschwestern konnte durch die Studie ein höheres Risiko für einen verfrühten Tod, durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegt werden. Alleine das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken war bei diesen Frauen um 25% erhöht. 

Was hilft gegen den Schichtarbeits Dauer-Jetlag?

Wir können leider nicht zaubern. Das bedeutet, wir können nicht alle Folgen beseitigen. Aber zumindest können wir helfen sie zu vermindern. Am gesündesten wäre es natürlich, einen Beruf zu wählen, der geregelte Arbeitszeiten bereit hält. Leider ist das Leben kein Ponyhof, so dass dies nicht immer eine Option ist.

Versuche deinen Dienstplan so zu legen, dass deine Schichten nach vorne gerichtet abwechseln, damit kommt dein Körper am besten klar! 

  1. Frühschicht
  2. Spätschicht
  3. Nachtschicht
  4. u.s.w.

Am allerbesten lässt sich der Jetlag mit körpereigenen Mitteln, dem körpereigenem Schlafhormon Melatonin, vermindern.

Melatonin ist direkt am Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt und wird vom Körper gebildet, wenn deine Augen weniger Licht einfangen, es also spät genug ist. Schichtarbeiter leiden allerdings an einem chronisch niedrigen Melatoninspiegel, was an dem irritierten circadialen Rhythmus liegt, der mit den Wechselschichten nicht klar kommt. 

Ein niedriger Melatoninspiegel lässt sich aber recht einfach beheben. In unserem MELATO9 befindet sich 1 mg Melatonin pro Portion. Daneben enthält es 13 weitere, natürliche  Pflanzenextrakte. MELATO9 hilft dir durch das zugesetzte Melatonin und Magnesium schneller deinen Tag-Nacht-Rhytmus zu finden. Zudem wirkt das Magnesium beruhigend. Melato9 sorgt also dafür, dass du schneller entspannen kannst und einschläfst. Die Einnahme von Melatonin ist sicher und wird weltweit zur Behandlung von Schlafproblemen eingesetzt. Viele Melatonin-Präparate beinhalten zu wenig oder gar zu viel Melatonin. Beides ist für die Wirksamkeit nicht zuträglich.

Quellen: 

1. http://www.ajpmonline.org/article/S0749-3797(14)00623-0/abstract
2. http://www.journalsleep.org/ViewAbstract.aspx?pid=30492